Musiknacht in Sinzig lockte zahlreiche Zuhörer in die Stadt

Samstag Abend, 5. September – in der sonst eher ruhigen Innenstadt hörte man aus jeder Ecke Musik, Gespräche und gute Laune. Sechs Bands in sechs Lokations lautete in diesem Jahr das Motto.

Die vom Bürgerforum veranstaltete Musiknacht brachte Leben in die Stadt. Eigentlich hätte die inzwischen 7. Musiknacht wie üblich im Mai stattfinden sollen. Aus zeitlichen Gründen wurde das musikalische Highlight dann auf September verschoben.
Seit April war das Team der Kultur AG in Aktion. Aus zahlreichen Bewerbungen hatte die sechksöpfige Orga der AG Kultur und Feste die passende Musikauswahl zusammengestellt. Denn nicht jede Musikrichtung ist auch für jedes Lokal geeignet. „Es muss vielseitig sein und wir bemühen uns, dass für jeden Geschmack etwas dabei ist“, betont Achim Gottschalk, der von der ersten Stunde an dabei ist. Und die Auswahl war gelungen. Von Bossa Nova bis Jazz, von Singer Songwriter bis zum kernigen Blues war alles dabei.
Ursprünglich war geplant, dass die Bluesbreakers im Double B in der Bachovenstraße auftreten, aber bedingt durch längere Umbaumaßnahmen musste schnell eine neue Lokation gefunden werden. Da bot sich das Portugiesische Kulturzentrum in der Koblenzer Straße an. Eine gute Wahl, wie sich später herausstellte.

Und so setzte sich die Musiknacht zusammen:

Im La Bodega, bei leckeren Cocktails, forderte die Band Malima mit ihren heißen lateinamerikanischen Rhythmen nicht nur die Damen zum Tanz. Brasil, Copacabana, gewürzt mit den Hits von Gilberto Gill und Jobim ließ Latinflair aufkommen.

In der Infinity Lounge inszenierte die Lazarev Project Group Jazzrockklänge im Stil von George Duke oder Billy Cobham der 70er/80er Jahre. „Sowas habe ich schon ewig nicht mehr gehört“ zog ein Zuhörer Bilanz.

Auf dem Weg durch die Bachovenstrasse lockte der etwas ungewohnte Sound von Fragyle ins CoWorking. Die im Bonner Raum etablierte Band lässt sich nicht genau in eine Schublade stecken. Indi-Pop-Rock-Jazz könnte den Stil beschreiben. Wer auf außergewöhnliche Stilrichtung und extravagante Texte steht sollte sich einen Auftritt nicht entgehen lassen.

Im ahle Backes ließen die Kneipenschuldiger sich musikalisch nichts zu schulden kommen.

Kernige Mitsinglieder aus den Charts, überzeugende musikalisch aufbereitete Anekdoten aus der Kneipenszene hielten die Gäste fest und zur fortgeschritten Stunde fanden sich einige Mitsinger am Mikrofon ein.

Wenn man dann an der Lesezeit angekommen war und auf den Bierbänken bei einem Glas Wein Platz nahm, lauschte man den irischen Klängen von Pete Coutts und Steve Crawford. Hier konnte man sich in etwas ruhigerer Atmosphäre entspannen und den behaglichen Klängen von Gitarre und Mandolin lauschen.

Wer jetzt dachte, das war alles, lag falsch.

Ein paar Meter mußte man Laufen um zum Portugiesischen Kulturzentrum zu gelangen.

Aber der 7 Minütige Weg war jeden Schritt wert. Handwerklich gut aufbereiteter knarriger Old School Blues erwartete die Gäste und die Band rockte richtig ab. Die Bluesbreakers gehören inzwischen zum Inventar der Musiknacht und haben einen festen Platz.

Selbst Neulinge, die das Portugiesische Kulturzentrum bis dahin nicht kannten, klatschten begeistert Beifall und ließen die Niederländer erst nach mehreren Zugaben von der Bühne.

Die Kultur AG des Bürgerforum Sinzig hat sich viel Mühe mit der Auswahl der einzelnen Locations und Bands gegeben.

Die Rückmeldungen waren durchweg positiv, aber die Besucherzahlen waren nicht so hoch wie in den Jahren zuvor. Trotzdem wird es auch im kommenden Jahr wieder musikalische Events vom Bürgerforum geben.
Weitere Aktionen des Bürgerforums sind der Bücherherbst in Verbindung mit der Lesezeit am 3. Oktober und die Sinziger Suppenmeile am 25. Oktober. Achten Sie auf die Ankündigungen in der Presse und im Internet unter: buergerforum-sinzig.de.

IM-AG
Fotos: Achim Gottschalk

Lazarev Project Group im Infinity

Malima im La Bodega

Fragyle im CoWorking

Die Kneipenschuldiger im Ahle Backes

Pete Coutts und Steve Crawford in der Lesezeit

Die Bluesbrakers im Portugiesischen Kulturzentrum